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Aktuelle Informationen

Mit dem Ziel, einen Beitrag zur qualitativen Weiterentwicklung einer genderreflexiven, geschlechtsbezogenen Suchthilfe für Mädchen und Frauen zu leisten, ist die erste

 

deutschsprachige Wissens-, Informations-, Kommunikations- und Vernetzungsplattform zum Thema „Mädchen, Frauen und Sucht“

 

seit dem

04. Februar 2010 online.

Für Fachleute aus der Sucht- und Drogenhilfe sowie aus angrenzenden Arbeitsbereichen in Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland wird das

BELLA DONNAweb

  • den Aufbau einer deutschsprachigen Wissens-, Informations- und Kommunikationsplattform zum Thema „Mädchen, Frauen und Sucht“,
  • die optimale Unterstützung der bundesweiten und deutschsprachigen geschlechtsbezogenen Suchtarbeit mit Mädchen und Frauen sowie
  • einen transparenten Wissenstransfer und
  • eine breitflächige Vernetzung der Praxis sowie der Praxis mit der Forschung und Lehre,
  • eine Zusammenführung unterschiedlicher Arbeitsfelder und
  • die Zusammenführung von Informationen aus heterogenen Quellen

 

zur Verfügung stellen.

Inzwischen haben sich bereits mehr als 250 Fachfrauen und Fachmänner aus Deutschland, Österreich und der Schweiz als Mitglied registriert. Besonders erfreulich ist es, dass eine der Visionen, die mit diesem Fachportal verbunden wurde, bereits Realität geworden ist: das BELLA DONNAweb wird ein arbeitsfeld- und berufsgruppen- und länderübergreifendes Netzwerk!

Wir freuen uns auch auf Ihren Besuch!

 

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Das NRW-Netzwerk Frauen und Sucht

wurde am 25. Juni 2009 in Essen gegründet und ist ein landesweites Forum, das den Mitgliedern ermöglicht, ihre Erfahrungen und Kompetenzen zu bündeln, Informationen auszutauschen, von den jeweiligen Erfahrungen zu profitieren, ggfs. Aktivitäten aufeinander abzustimmen und gemeinsam zu entwickeln; gemeinsame Stellungnahmen zu verfassen und zu veröffentlichen und insgesamt die Vernetzung und Weiterentwicklung der mädchen- und frauenbezogenen Arbeit in NRW in der Sucht- und Drogenhilfe sowie die Gesundheitsversorgung zu fördern und zu festigen.

 

Dem NRW-Netzwerk Frauen und Sucht haben sich bislang angeschlossen:

  • Arbeitskreis Frauen/Mädchen und Sucht Bielefeld,
  • Arbeitskreis Frauen und Sucht in der Suchtselbsthilfe (FAS),
  • Fachgruppe Frauen und Sucht der evangelischen Fachverbände Sucht Rheinland und Westfalen Lippe (RWL),
  • Arbeitskreis Frauen und Sucht Düsseldorf,
  • Arbeitskreis Mädchen, Frauen und Sucht Düsseldorf (regional),
  • Arbeitskreis Frauen und Sucht Münster,
  • Arbeitskreis Frauen und Sucht Märkischer Kreis, Hagen, Witten,
  • Arbeitskreis Frauen und Sucht Essen,
  • Arbeitskreis Frauen und Sucht Mettmann,
  • Arbeitskreis Frauen und Sucht der KLAGS (Katholische Arbeitsgemeinschaft Sucht NRW)
  • Arbeitskreis Frauen und Sucht Steinfurt.

 

Die Geschäftsstelle des NRW-Netzwerkes Frauen und Sucht ist angesiedelt bei BELLA DONNA, Fachstelle Frau•Sucht•Gesundheit, Kostadtplatz 24-25, 45127 Essen, e-Mail: belladonnaessen@aol.com.

Der Netzwerkgründung vorangegangen waren 2 Vernetzungstreffen der Arbeitskreise Frauen und Sucht in NRW im Dezember 2008 und im Juni 2009.

Die Tagungsberichte finden Sie hier:

 

 

   

Drogen- und Suchthilfepolitik in NRW

Im Sommer 2007 und 2008 führten die

Antwort der Landesregierung auf die Große Anfrage 16 der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (Drucksache 14/5124):

Drogen- und Suchtpolitik in Nordrhein-Westfalen

und die Antwort der Landesregierung auf die Große Anfrage 19 der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (Drucksache 14/6997):

Geschlechtsspezifische Aspekte der Drogen- und Suchthilfepolitik in Nordrhein-Westfalen

zu großem Befremden bei Fachfrauen in NRW, die z.T. langjährig im Arbeitsfeld tätig sind und sich zum Thema „Frauen und Sucht“ in regionalen Arbeitskreisen in NRW organisiert haben.

Die Antworten zu der Großen Anfrage zur "Drogen- und Suchtpolitik in Nordrhein-Westfalen" veranlasste diverse Arbeitskreise, die Landesregierung über ihre Erfahrungen in der Praxis zu informieren und ihr Befremden gegenüber den Antworten der Landesregierung auszu-drücken. Die Aussagen wurden nicht nur als undifferenziert benannt, sondern es wurden auch konkrete Beispiele aufgezeigt, wie sich die Mittelkürzungen auf die gendersensible Arbeit mit Frauen tatsächlich auswirken.

 

So wird der Aussage, dass die Streichung der Erweiterten Grundförderung für die Arbeit mit Frauen - die bekanntermaßen eine Anschubfinanzierung, keine auf Dauer angelegte Förderung darstellte - die frauenspezifischen Drogenberatungs- und Hilfeangebote nicht in Frage gestellt habe, deutlich und anhand überprüfbarer Kriterien widersprochen.

 

Ebenso wenig teilen die Fachfrauen aus der Praxis die Einschätzung der Landesregierung, dass der Entwicklungsprozess zum Auf- bzw. Ausbau entsprechender Beratungsschwer-punkte in NRW zwischenzeitlich abgeschlossen sei.

In den Stellungnahmen der Arbeitskreise wird übereinstimmend von negativen Konse-quenzen für die Praxis berichtet, bis hin zu der Einstellung oder erheblichen Reduzierung von Angeboten für Frauen.

 

Von den Fachfrauen wird ausgeführt, welche Auswirkungen die Mittelkürzungen auch bezogen auf die Weiter- und Fortbildungen für die Mitarbeiterinnen in der Praxis haben – und welche Bedeutung der Qualifizierung und fortdauernden Reflexion der Arbeit bei der Auseinandersetzung mit den Biografien der betroffenen Frauen –insbesondere unter den Aspekten der massiven Gewalterfahrungen, der Thematik Schwangerschaft und Mutterschaft etc.– für eine fachlich konsequente und qualifizierte Arbeit zukommen.

 

Die Teilnehmerinnen der Arbeitskreise formulierten deutlich ihr Bedauern darüber, dass mit der Schließung der Landesfachstelle Frauen & Sucht NRW, BELLA DONNA, eine bewährte Struktur des fachlichen Austauschs aufgegeben wurde, dass Fortbildungsmöglichkeiten im Bereich Frauensuchtarbeit abgebaut wurden sowie der wichtige kollegiale Austausch und die Vernetzung in NRW erheblich erschwert werden.

Sie weisen darauf hin, dass diese fehlenden Strukturen und Angebote bisher in keiner Weise ersetzt wurden, für eine Aufrechterhaltung des bisher Erreichten und eine Weiter-entwicklung gendersensibler Suchtarbeit in NRW aber dringend erforderlich seien.

Es ist ausgesprochen bedauerlich, dass die Landesregierung den Erkenntnisgewinn, den sie verzeichnen könnte, wenn sie die Aussagen der sozialen Akteurinnen in diesem Arbeits-feld zur Kenntnis nehmen würde, nicht wahr nimmt.

In den Arbeitskreisen „Frauen und Sucht“ in NRW treffen sich Fachfrauen aus unterschied-lichen Arbeitsfeldern der Sucht- und Drogenhilfe in NRW, z.T. seit mehr als 20 Jahren. Hier liegt eine Fülle von fachlichen Kompetenzen vor; hier treffen sich Expertinnen für die Umsetzung der frauenbezogenen Sucht- und Drogenhilfe in NRW, die über umfassende Kenntnisse bezogen auf die psychosoziale Versorgung vor Ort verfügen.

Es wirkt befremdlich, wenn von Seiten der Landesregierung wiederkehrend darauf verwiesen wird, dass keine „empirisch gesicherten allgemeingültigen Aussagen“ vorliegen, die vorliegenden nicht-repräsentativen Studien jedoch, die bislang zwar tatsächlich nicht wissenschaftlich umfassend bestätigt, aber auch in keiner Weise widerlegt sind, nicht zur Kenntnis genommen werden.

In der Antwort auf die Anfrage zu geschlechtsspezifischen Aspekten der Drogen- und Suchthilfepolitik wird wiederholt auf den Aufwand verwiesen, den es bedarf, zu erfassen, wie sich die geschlechtsbezogene Arbeit in NRW tatsächlich darstellt: er stehe in keinem „vertretbaren Verhältnis“ zu dem „zu erwartenden Nutzen“.

Gleichzeitig werden fachliche Kompetenzen, Erfahrungswerte und nicht-repräsentative Erkenntnisse nicht akzeptiert.

Auch wenn repräsentative Erhebungen tatsächlich nicht vorliegen, gibt es eine Fülle von Erkenntnissen und Erfahrungen, die abrufbar sind. Und selbst wenn eine solche Sammlung nicht repräsentativ ist, kann sie so lange nicht widerlegt werden, bis eine repräsentative Studie die Ergebnisse tatsächlich widerlegt - oder aber bestätigt.

Es ist unser Anliegen, unserer Landesregierung einen vertieften Einblick in die landesweite gendersensible Entwicklung zu ermöglichen.

Aus diesem Grund haben wir die Mitarbeiterinnen der Sucht- und Drogenhilfe in NRW zu einer Befragung eingeladen.

Denn: Die Sucht- und Drogenhilfe unseres Landes hat und braucht engagierte Mitar-beiterinnen, um sich diesem Arbeitsfeld zu stellen - und die Landesregierung NRW kann erfreut darüber sein, dass diese engagierten Fachfrauen sich neben ihrem "Alltagsgeschäft" auch darum bemühen, die politisch Verantwortlichen umfassend zu informieren.

 

Die Befragung von Mitarbeiterinnen der ambulanten Sucht- und Drogenhilfe zum Bedarf

  • an geschlechtsbezogener Fort- und Weiterbildung für die Arbeit mit Frauen in der Sucht- und Drogenhilfe
  • an Vernetzung der geschlechtsbezogenen Arbeit mit Frauen

     sowie

  • zu den Praxiserfahrungen zur psychosozialen Versorgung

wurde im Dezember 2008 und Januar 2009 von BELLA DONNA durchgeführt.

Die Ergebnisse finden Sie hier:

NRW im Blick: FrauenMännerGender in der ambulanten Sucht- und Drogenhilfe

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Im Rahmen der politischen Diskussionen um die geschlechtsbezogene Sucht- und Drogenhilfe in NRW hat zum Antrag:

"Geschlechtergerechte Drogen- und Suchtpolitik in NRW voranbringen!"

am 26. März 2009 eine öffentliche Anhörung im Ausschuss für Frauenpolitik gemeinsam mit dem Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales im Landtag NRW stattgefunden.

Die Stellungnahmen der Sachverständigen finden Sie hier.

Das Ausschussprotokoll finden Sie hier.

 

Informationen zum Antrag der Grünen Landtagsfraktion NRW zu der Anhörung:

Suchthilfe braucht den Blick auf Frauen und Männer

Geschlechtergerechte Suchtpolitik in NRW voranbringen

Artikel im zwd-Magazin: Geschlecht nach wie vor keine Prüfgröße in der NRW-Suchthilfe

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... weiterlesen:

 

Silke Brigitta Gahleitner, Connie Lee Gunderson (Hg.):

Frauen Trauma Sucht, Neue Forschungsergebnisse und Praxiserfahrungen

Asanger Verlag, Kröning, 2008. ISBN 978-3-89334-493-2

"Die gute Mischung aus Theorie und konkreter Praxiserfahrung sowie die Plädoyers für parteiliche Arbeit sowie ganzheitliche Konzeptionen im Sinne einer Vernetzung verschiedener Berufsgruppen machen dieses Buch esenswert sowohl für die Forscherin wie für die Praktikerin. Es lädt ein, neugierig auf mehr Forschung und erweiterte Praxis zu werden. Alle, die mit traumatisierten süchtigen Frauen arbeiten und diese unterstützen wollen, können von der Arbeit der Autorinnen profitieren." (aus dem Geleitwort von Prof. Dr. Luise Reddemann).

Grundsatzpapier der DHS zu  "Gender Mainstreaming in der Sucht-arbeit":

Das Grundsatzpapier zu "Gender Mainstreaming in der Suchtarbeit" stellt einen wertvollen Beitrag für die weitere Diskussion und die Entwicklung in der Sucht- und Drogenhilfe dar.

Das Grundsatzpapier zu "Gender Mainstreaming in der Suchtarbeit" ist als download unter

www.dhs.de

zu erhalten.

"Gender Mainstreaming in der Suchthilfe. Eine Expertise"

Christel Zenker, Klaudia Winkler, Carmen Walcker-Mayer, Irmgard Vogt, Roswitha Soltau, Manuela Schumann, Ulrike Ohnmeiss, Christa Merfert-Diete, Ulrike Korthaus, Viktoria Kerschl, Cornelia Helferich

Fachverband Drogen und Rauschmittel e.V., Mai 2005, FDR-Texte Nr. 4

Zu beziehen über den Neuland Verlag GmbH zum Preis von € 6,00 zuzügl. Versandkosten.

"Zukunft einer frauengerechten Gesundheitsversorgung in NRW"

Abschlussbericht der Enquetekommission des Landtags NRW

Das Ergebnis 3jähriger Arbeit der Kommission im Auftrag des Landtags NRW ist als Buch (ISBN-Nr. 3-8100-14414-6; € 39,90) Handel erhältlich.

Die Prävalenzstudie: "Lebenssituationen, Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland" ist die erste repräsentative und in vieler Hinsicht international vergleichbare Untersuchung zur Betroffenheit von Frauen durch geschlechtsbezogene Gewalt. Der Kurzbericht kann auf den Internet-Seiten des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend heruntergeladen werden:

Zusammenfassung zentraler Studienergebnisse

 

Christel Zenker, Karin Bammann und Ingeborg Jahn: Genese und Typologisierung der Abhängigkeitserkrankungen bei Frauen. Herausgegeben vom Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung. Nomos Verlagsgesellschaft Baden-Baden, Baden-Baden, 2002
Dieser Untersuchung liegen die Angaben von fast der Hälfte aller Frauen, die im Jahr 2000 wegen ihrer Suchtmittelabhängigkeit in stationärer Behandlung waren, zugrunde.

 

 
   

Alexa Franke, Karin Mohn, Franziska Sitzler, Andrea Welbrink, Maibritt Witte: Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit bei Frauen. Risiken und Wider-standsfaktoren. Juventa-Verlag, Weinheim und München 2001

Alexa Franke, Klaudia Winkler: Störungen im Zusammenhang mit psychotropen Substanzen. In: Alexa Franke, Annette Kämmerer (Hg.): Klinische Psychologie der Frau. Ein Lehrbuch. Hogrefe Verlag, Göttingen/Bern/ Toronto/Seattle 2001

 
   

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