Online Petition gestartet: Kinder psychisch- und suchterkrankter Eltern

Anlässlich des Abschlussberichts der Arbeitsgruppe „Kinder psychisch und suchterkrankter Eltern“ hat der Verein zur Hilfe suchtmittelabhängiger Frauen Essen e.V., Träger der Drogenberatungsstelle für Mädchen und Frauen, BELLA DONNA, und der Landeskoordinierungsstelle Frauen und Sucht NRW, BELLA DONNA, eine Petition an die Bundesfamilienministerin Frau Dr. Giffey, den Bundesgesundheitsminister, Herrn Spahn und den Bundessozialminister, Herrn Heil gerichtet.

Diese Petition bittet darum, dass die Empfehlungen dieser Arbeitsgruppe, die im Auftrag des Deutschen Bundestags tätig war und ihren Abschlussbericht im Dezember 2019 dem Bundestag zugeleitet hat, umgesetzt werden.

Zudem ist es das zentrale Interesse, dass parallel zu dieser Umsetzung, die zwangsläufig mittel- und langfristige Prozesse erfordert, bereits kurzfristig finanzielle Mittel für die Praxis zur Verfügung gestellt werden.

Wir bitten um Unterstützung – viele Unterschriften geben dieser Petition erst das erforderliche Gewicht:

Bitte unterzeichnen Sie diese Petition und leiten Sie sie in Ihren Netzwerken weiter!

Der Link zur Petition: http://chng.it/2K5spcg9gn

 

 

 

Steuerungswissen und Handlungsorientierung für den Aufbau effektiver interdisziplinärer Versorgungsnetzwerke für suchtbelastete Familien

Der Verein zur Hilfe suchtmittelabhängiger Frauen Essen e.V. beteiligt sich als Projektpartnerin an dem Projekt:

“Steuerungswissen und Handlungsorientierung für den Aufbau effektiver interdisziplinärer Versorgungsnetzwerke für suchtbelastete Familien” des IKJ, Institut für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH, Mainz:

"Das Institut für Kinder- und Jugendhilfe untersucht über eine Laufzeit von drei Jahren, unter welchen Struktur- und Rahmenbedingungen der Aufbau einer funktionalen Versorgung für suchtbelastete Familien gelingen kann. Darüber hinaus wird evaluiert, ob das Konzept der kooperativen Leistungserbringung zwischen Jugend- und Suchthilfe in der Praxis suchtbelastete Eltern und deren Kinder wirksam unterstützt.
Ziel des Forschungsprojekts ist es, Steuerungswissen und eine evidenzbasierte Handlungsorientierung zu schaffen, um bundesweit flächendeckend, bedarfsgerechte Versorgungsnetzwerke zu implementieren sowie die wirksame interdisziplinäre Leistungserbringung weiterzuentwickeln und zu qualifizieren."*

*aus der Projektbeschreibung

Weiterführende Informationen zu dem Projekt finden Sie hier.

 

Teilnahmeaufruf zur Beteiligung am Forschungsprojekt zur Versorgungssituation suchtbelasteter Familien

 

Worum geht es?

Im Rahmen des Forschungsprojekts untersucht das Institut für Kinder- und Jugendhilfe bundesweit, wie die Unterstützung suchtbelasteter Familien und der Netzwerkaufbau zwischen den verschiedenen Arbeitsfeldern gut gelingen kann. Dabei soll das Forschungsprojekt dazu beitragen, Wissen zu generieren, was sowohl auf struktureller Ebene als auch in der Praxis genutzt werden kann. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Gesundheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Informationen zur Teilnahme finden Sie hier.

Das Unterstützungsschreiben des Bundesministeriums für Gesundheit finden Sie hier.


 

 

 

„Die Hilfen müssen da ankommen, wo die Betroffenen sowieso schon sind“

Geflüchtete Mädchen und Frauen mit Bezug zu Substanzkonsum im Hilfe-system in Nordrhein-Westfalen

Bestandsaufnahme und Bedarfserhebung

Erkenntnisse dazu, inwiefern geflüchtete Mädchen und Frauen selbst Substanzen konsumieren oder als Angehörige davon betroffen sind, fehlen aktuell. Eine verbesserte Datenlage ist jedoch die unabdingbare Voraussetzung für die Planung und Umsetzung einer bedarfsgerechten, geschlechter-, kultur- und zielgruppensensiblen Versorgung geflüchteter Menschen.

Die Landeskoordinierungsstelle Frauen und Sucht NRW, BELLA DONNA, möchte dieses Defizit aufgreifen. In einer ersten Bestandsaufnahme soll erhoben werden, ob und wo geflüchtete Mädchen und Frauen, die entweder selbst Substanzen konsumieren oder von dem Substanzkonsum eines/ einer Angehörigen betroffen sind, vom Hilfesystem erreicht werden bzw. welche Zugangsbarrieren zum Hilfesystem für sie bestehen.

Die hier durchgeführte Bestandsaufnahme und Bedarfserhebung wurde in Kooperation mit dem Tübinger Institut für gender- und diversitätsbewusste Sozialforschung und Praxis (tifs) e.V. durchgeführt.

Wir bedanken uns beim Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW für die Förderung.

Den Abschlussbericht der Online-Erhebung finden Sie hier:

http://www.tifs.de/fileadmin/dateien/veroeffentlichungen/Forschungsbericht_-_Gefluechtete_Maedchen_u._Frauen_mit_Bezug_zu_Substanzkonsum_NRW_Veroeff_tifs_Schriftenreihe.pdf

 

 

 

Dokumentation der Fachtagung vom 21. März 2019

 

„Ich hab mich da manchmal so abgefertigt gefühlt“ – Medikamentenabhängigkeit bei Frauen


Von problematischem bis abhängigem Medikamentenkonsum sind Schätzungen zufolge 1,1 bis 2,6 Mio. Menschen in Deutschland betroffen. Der Frauenanteil wird mit 60 bis 70% beziffert. Damit rangiert die Medikamentenabhängigkeit bei den Frauen noch vor der Alkoholabhängigkeit an zweiter Stelle der Abhängigkeitserkrankungen. Dieser hohen Prävalenz steht eine geringe sowohl stationäre als auch ambulante Behandlungsprävalenz gegenüber. Über die Hintergründe sowie Unterstützungsbedürfnisse und -bedarfe betroffener Frauen ist nur wenig bekannt. Noch weniger Erkenntnisse liegen zur Situation von konsumierenden Schwangeren und Frauen, die mit Kindern zusammenleben, vor.
Die Tagung dient der Präsention und Diskussion der Ergebnisse des vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen geförderten Projekts „Medikamentenabhängige schwangere Frauen, Mütter und ihre Kinder“ (Laufzeit Mai 2014 bis Juni 2019).

Wo liegen die Knackpunkte beim Thema Medikamentenabhängigkeit? Wie kann Medikamentenabhängigkeit vermieden werden? Wie können medikamentenabhängige Frauen erreicht und unterstützt werden? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Tagung.

Den Tagungsbericht finden Sie hier.