Unsere Haltung

Wir sind überzeugt davon,

dass eine konsequent geschlechtergerechte Gestaltung der Sucht- und Drogenhilfe einen Gewinn für alle Beteiligten darstellt.

Mit unserer Arbeit möchten wir dazu beitragen, dass das Sucht- und Drogenhilfesystem sich systematisch und strukturiert an den Belangen und Bedarfen von Mädchen und Frauen orientiert, ohne diese durch vermeintlich geschlechtsspezifische Zuweisungen erneut zu entwerten.

Wir sind überzeugt davon,

dass das Sucht- und Drogenhilfesystem sich bezogen auf eine geschlechtsbezogene Arbeit mit Frauen nachhaltig ändern kann, wenn eine konsequente Auseinandersetzung mit den vorliegenden theoretischen und praktischen Erkenntnissen stattfindet. 

Wir sind überzeugt davon,

dass die Sucht- und Drogenhilfe betroffene Mädchen und Frauen eher erreichen und besser versorgen kann, wenn geschlechtsbezogene Angebote für Mädchen und Frauen konsequent und qualifiziert als selbstverständliche Bestandteile der Arbeit umgesetzt werden.

Mit unserer Arbeit möchten wir dazu beitragen, Angebote für Mädchen und Frauen nicht als "zusätzliche" Aufgabe zu verstehen. Wir möchten vermitteln, dass eine vermeintliche "Geschlechtsneutralität" in einer -bislang- zweigeschlechtlich ausgerichteten Kultur weder Frauen noch Männern gerecht werden kann. Wir möchten dazu beitragen zu verstehen, dass unsere Kultur und unser soziales System spezifische Zuordnungen zu den jeweiligen Geschlechtern beinhaltet und tradiert, die nicht nur die Hilfesuchenden treffen, sondern auch die Helfenden - Frauen und Männer.

Und auch, wenn sich die Zuschreibungen zu den Geschlechterrollen ändern und veränderbar sind, beeinflussen Zuschreibungen von vermeintlich geschlechtsspezifischen Eigenschaften, Fähigkeiten etc. sowohl die Hilfesuchenden, als auch das professionelle Handeln der Helfenden.

Wir sind überzeugt davon,

dass eine bewusste Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten und Chancen einer geschlechter-gerechten Sucht- und Drogenhilfe die Qualität der Arbeit deutlich verbessert und allen Beteiligten zu Gute kommt.

Mit unserer Arbeit möchten wir die Mitarbeiterinnen der Sucht- und Drogenhilfe sowie angrenzender Arbeitsbereiche dabei unterstützen, sich qualifiziert und konsequent für eine geschlechtsbezogene Arbeit mit Frauen einzusetzen. Wir möchten dazu beitragen, dass ihr Engagement für die Zielgruppen der Mädchen und Frauen nicht länger unter Rechtfertigungs- und Legitimationsdruck steht, sondern als ein erforderlicher Bestandteil einer qualifizierten Arbeit.

Wir glauben,

dass die geschlechtsbezogene Arbeit mit Mädchen und Frauen, um konsequent implementiert zu werden, auch die geschlechtsbezogene Arbeit mit Männern erfordert - und bedingt. Aus diesem Grund begrüßen wir auch die begonnene Auseinandersetzung und Vernetzung der Kollegen zum Thema "Männer und Sucht" in NRW.