Präventive und frühe Förderung der Bindungs- und Erziehungskompetenzen drogenabhängiger Mütter


Das im Rahmen des Aktionsplanes gegen Sucht Nordrhein-Westfalen geförderte Projekt (Laufzeit: Juni 2016 bis Mai 2019) beinhaltet die Entwicklung, Umsetzung und Evaluation einer differenzierten Angebotsstruktur für drogenabhängige Mütter und ihre Kinder.

Übergeordnete Projektziele sind die Förderung und Stärkung der Bindungsqualität und Erziehungskompetenz drogenabhängiger Mütter, ihre psychosoziale und gesundheitliche Stabilisierung, die Stärkung ihre Selbstwirksamkeit und ihrer Motivation zum Ausstieg aus der Drogenbindung. Gleichzeitig wird durch frühe Unterstützungsmaßnahmen im Sinne von Suchtprävention und der Stärkung von Schutzfaktoren (Resilienz) ein wesentlicher Beitrag zum Schutz der betroffenen Kinder vor (bekannten) Risiken, die zu späteren Suchtmittelmissbrauch führen können, angestrebt.

Die Zielgruppen sollen durch verschiedene Angebotsmodule erreicht werden, im ersten Schritt mit:

  • einer Frühstücks- und angeleitete Spielgruppe für drogenabhängige Mütter mit Kleinkindern (bis Kindergartenalter);
  • einem Gruppenangebot zur frühen Bindungsintervention (angelehnt an "PEKIP", modifiziert hinsichtlich der spezifischen Zielgruppe) für drogenabhängige Mütter mit Babys bis zum Alter von einem Jahr und
  • einem Gruppenangebot für Mädchen und Jungen im Übergang von Kindergarten zu Schule.


Das Projekt beinhaltet eine selektive Aufhebung der Komm-Struktur zugunsten einer Hol-Struktur, wodurch eine kontinuierliche Arbeit mit drogenabhängigen Müttern und ihren Kindern ermöglicht werden soll. Die konsequente qualifizierte und geschlechtsbezogene Ausrichtung des Projekts soll die Erreichbarkeit der Frauen und ihrer Kinder sowie die Wirksamkeit der Angebote zusätzlich erhöhen.